Ein interaktives 3D-Gebäudemodell ist ein 3D-Modell eines Gebäudes, das sich im Browser von Smartphone oder Computer öffnet, ohne dass etwas installiert werden muss. Wer es betrachtet, steuert es selbst: das Gebäude drehen, das Geschoss wechseln, an die Stelle heranzoomen, die gerade wichtig ist. Anders als ein festes Bild entscheidet die Person vor dem Bildschirm, was sie sich ansieht und wie lange.
Es lohnt sich, wenn sich das Gebäude noch nicht so zeigen lässt, wie es später vermarktet wird: weil es sich noch in Planung, im Bau oder mitten in der Sanierung befindet, weil manche Geschosse heute nicht besichtigt werden können, oder weil die Umgebung, die Zuwegung oder das Licht zu den Dingen gehören, die ein Interessent vor der Miet- oder Kaufentscheidung verstehen muss.
Was ein interaktives 3D-Gebäudemodell ist
Der Name erinnert an ein klassisches physisches Architekturmodell, und der Vergleich passt: Beide zeigen das Gebäude in einem Maßstab, den man mit den Augen erfassen kann, bevor man es betritt. Man findet dafür auch die Begriffe 3D-Modell Gebäude, virtuelles Architekturmodell oder 3D-Visualisierung einer Immobilie; gemeint ist dasselbe. Der Unterschied zum physischen Modell ist, dass dieses nicht in einer Empfangshalle steht und nicht in einer Kiste transportiert wird: Es wird über einen Link geteilt, lässt sich auf der Website der Immobilie einbetten, wo die Plattform das zulässt, und zeigt andernfalls Fotos, wenn das Gerät kein 3D laden kann.
Wann es bei Vermietung oder Verkauf hilft
- Ein Gebäude, das sich noch in Planung, im Bau oder mitten in der Sanierung befindet, wo es noch nichts im fertigen Zustand zu fotografieren gibt.
- Obere Geschosse oder Bereiche, die heute nicht besichtigt werden können, oder für die Sie nicht mit jedem Interessenten einen eigenen Termin organisieren möchten.
- Ein Gebäude, bei dem die Umgebung, die Zuwegung von der Straße oder das Licht zu verschiedenen Tageszeiten Teil der Vermietungsentscheidung sind.
- Ein Portfolio ähnlicher Gebäude, bei dem es hilft, jedes im selben Format zu zeigen und bei Änderungen zu aktualisieren.
In der Praxis kommen meist mehrere dieser Gründe zusammen, nicht nur einer. Es lohnt sich zu klären, welcher davon am wichtigsten ist, um die Perspektiven im Modell entsprechend zu priorisieren.
Was das Modell zeigen kann
Was dargestellt wird, wird für jedes Gebäude einzeln vereinbart. Grundsätzlich kann ein solches Modell zeigen:
- Das gesamte Bauvolumen, um das Gebäude einzuordnen, bevor es ins Detail geht.
- Jedes Geschoss einzeln, um eines zu erklären, ohne es mit den anderen zu vermischen.
- Die Zugänge, den Haupteingang und mögliche Nebeneingänge.
- Die unmittelbare Umgebung: die Straße, Nachbargebäude oder eine Außenfläche.
- Das Licht zu verschiedenen Tageszeiten, wenn das Projekt das vorsieht.
Nicht jedes Gebäude braucht alle fünf Punkte. Vorher festzulegen, was wirklich wichtig ist, verhindert, dass am Ende für Ansichten bezahlt wird, die später niemand nutzt, besonders wenn Budget oder Zeitplan knapp sind.
Architekturmodell, Renderings oder Video: der Unterschied
Alle vier Formate lassen sich kombinieren, keines schließt die anderen aus. Die folgende Tabelle zeigt, was jedes zeigt und was nötig ist, um es einsatzbereit zu haben.
| Format | Was Sie sehen | Wo es gut funktioniert | Was es braucht |
|---|---|---|---|
| Physisches Architekturmodell | Volumen und die Beziehung der Baukörper zueinander, maßstäblich und zum Anfassen. | Ein Vertriebsbüro oder ein persönliches Gespräch, bei dem es auf dem Tisch stehen kann. | Bauen, lagern und transportieren; eine Änderung bedeutet, Teile neu zu bauen. |
| Feste Renderings | Eine vorab festgelegte Anzahl an Ansichten in hoher Qualität. | Ein Exposé, eine Anzeige oder eine Folie in einer Präsentation. | Für jede weitere Perspektive ein neuer Auftrag. |
| Video | Ein geführter Rundgang durch die Bereiche, die der Schnitt zeigt. | Soziale Medien, die Website der Immobilie oder der Einstieg in eine Präsentation. | Ein festgelegtes Drehbuch; eine Änderung der Route bedeutet eine neue Produktion. |
| Interaktives 3D-Gebäudemodell | Volumen, jedes Geschoss, Zugänge und Umgebung, mit freier Kamera für den Betrachter. | Ein Videoanruf, die Seite der Immobilie oder ein später versendeter Link. | Einmal aus Plänen und Fotos erstellt; Erweiterungen erfordern kein Neubauen des Bestehenden. |
Keines ersetzt die anderen in jedem Fall. Eine gedruckte Anzeige braucht weiterhin ein festes Foto, und ein persönliches Gespräch lässt sich gut mit einem physischen Modell führen, wenn eines existiert. Das interaktive Modell zahlt sich aus, wenn mehrere Personen zu unterschiedlichen Zeiten dasselbe Gebäude erkunden sollen, ohne die Besichtigung zu wiederholen.
Was Sie vorbereiten müssen
Für das Modell braucht es Pläne des Gebäudes, Fotos von bereits bestehenden Teilen und Referenzen für die Fassadenmaterialien oder die Außenbereiche. Bei einem Gebäude in Planung dienen meist die Projektunterlagen selbst als Grundlage; bei einem bestehenden Gebäude lohnt es sich zu prüfen, ob diese Pläne noch aktuell sind. Welche Bereiche in welchem Detailgrad dargestellt werden, wird vor Preis und Liefertermin festgelegt.
Wie es geliefert und geteilt wird
Sie erhalten einen gehosteten Link, den Sie per E-Mail versenden, in eine Präsentation einfügen oder auf der Website der Immobilie einbetten können; wir prüfen die Website vorher, da manche Immobilienportale keine eingebetteten Inhalte zulassen. Zur Lieferung gehören außerdem Standbilder des Gebäudes für den Fall, dass das 3D nicht lädt. Wer eine bestimmte Perspektive später wiederfinden möchte, kann in unseren Demos den Link genau dazu kopieren; dieselbe Möglichkeit lässt sich für ein eigenes Projekt vorsehen. Einfache Projekte sind nach Abstimmung des Umfangs ab 24 Stunden fertig; ein Innenraum oder mehrere Geschosse brauchen mehr Zeit. Der Auftrag umfasst bis zu 3 Überarbeitungsrunden und 12 Monate Hosting, und Sie erhalten immer ein Angebot, bevor die Arbeit beginnt; eine Anfrage verpflichtet Sie zu nichts.
Kein Ersatz für eine Vermessung oder ein BIM-Modell
Das interaktive Modell ist eine visuelle Präsentation, die einem Interessenten das Gebäude erklären soll, keine bemaßte Zeichnung und keine zertifizierte technische Dokumentation. Für geprüfte Flächenangaben, den Nachweis von Vorschriften oder eine Kaufentscheidung braucht es zusätzlich die üblichen technischen und rechtlichen Unterlagen.
Vermieten oder verkaufen Sie ein Büro oder ein Gebäude? Wir sagen Ihnen, wie wir es zeigen würden.
Exposé senden